Gott und einander nahe sein – mit Abstand

Schon seit Mitte März mussten wir in unserer Pfarrei Sankt Lukas – wie alle Christinnen und Christen in ganz Deutschland – auf Gottesdienste verzichten.

Grund hierfür waren die bundesweiten Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des COVID-19-Virus.

Am vergangen Sonntag (10. Mai 2020) war es nun wieder soweit, dass wir Gott und einander beim gemeinsamen Feiern wieder innerlich nahe sein konnten – mit dem gebührenden körperlichen Abstand. Entsprechend den bischöflichen Vorgaben zur Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen wurde im größten Kirchenraum unserer Pfarrei – Heilig Geist – nur jede zweite Bank mit jeweils vier markierten Sitzplätzen genutzt. Aufgrund der so begrenzten Teilnehmerzahl fanden gleich drei Gottesdienste in enger Folge statt, um möglichst vielen Gläubigen das Mitfeiern zu ermöglichen. Gemeinsames Singen war leider noch nicht möglich, doch die musikalische Gestaltung durch eine kleine Schola auf der Empore sorgte für eine feierliche Atmosphäre. Und auch der Empfang der heiligen Kommunion war wieder möglich – hygienisch einzeln abgedeckt und von den Kommunionhelferinnen berührungslos an die Gemeindemitglieder übergeben.

Es war ein seltsame, aber bewegende Feier. Wir alle sehnen uns derzeit nach Normalität, danach, wieder „ganz normal“ Gottesdienst zu feiern. Und doch sind wir dankbar, dass es zumindest in dieser ungewohnten Form möglich ist, Gott und einander nahe sein – trotz allem leider derzeit nötigen körperlichen Abstand.

Auch am kommenden Sonntag, 17. Mai, werden wieder Sonntagsgottesdienste in Heilig Geist stattfinden. Eine vorherige Anmeldung über das Pfarrbüro bis Freitag 16 Uhr per Telefon oder E-Mail ans Pfarrbüro ist unbedingt erforderlich.


Dr. Oliver Grasmück