Hilfe für Uganda

Unterstützung der Ernährung, Ausstattung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen

Liebes Volk Gottes in Reutlingen,

Ich sende Ihnen allen Grüße aus Uganda und von den Kindern, die wir in meiner Gemeinde betreuen. In dieser Corona-Zeit haben wir alle Kinder hier im Gemeindezentrum der Pfarrei. Sie haben jetzt fast vier Monate außerhalb der Schule verbracht, aber von zu Hause aus gelernt. Wir bezahlen die Lehrer, die kommen, um sie von zu Hause aus zu unterrichten, und sie sind ziemlich teuer. Das Essen und die Medikamente sind aufgrund der Corona-Virus-Situation ebenfalls teuer geworden. In dieser Zeit erhielten wir weitere fünf Kinder, die von ihren Eltern verlassen wurden, weil sie in dieser schwierigen Zeit der Pandemie keine Nahrung für sie bereitstellen konnten. Insgesamt haben wir jetzt 27 Kinder in unserer Obhut. Jeden Tag danken wir Gott, weil wir manchmal nicht sicher sind, wie wir am nächsten Tag überleben sollen. Ich bitte daher alle, die in irgendeiner Form helfen können, dies zu tun, damit wir gemeinsam das Leben und die Bildung dieser Kinder garantieren können. Gott segne euch alle dafür, dass ihr geholfen habt.

Pfarrer Joachim Kisakyamaria

Für die Arbeit von Pfarrer Joachim mit AIDS-Waisen und anderen verlassenen Kindern sammeln wir Spenden bei der Kollekte in unseren vier Kirchen am  20.9.2020. Bis Ende September erbitten wir auch Überweisungen mit dem Stichwort „Uganda“ ans kath. Verwaltungszentrum – IBAN: DE13 6405 0000 0000 0013 22. Alle Spenden gehen in Uganda direkt in die Unterstützung der Ernährung, Ausstattung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen mit zu wenig anderen Chancen. Danke!

Pfarrer Matthias Dangel


anbei ein Bericht von Lea nach einem Interview mit Pfarrer Joachim Kisakyamaria:

Der Weg nach vorn – ein Waisenkinderprojekt in Uganda braucht Ihre Unterstützung

Wäre Corona nicht dazwischen gekommen, wäre Pfarrer Kisakyamaria Joachim aus Uganda während der Sommerzeit in die seit langer Zeit befreundete Gemeinde St. Lukas nach Reutlingen gekommen, hätte sein Waisenkinderprojekt persönlich vorgestellt und im Rahmen eines Gottesdienstes um Spenden gebeten. Da die Besucheranzahl des Gottesdienstes Ende September aufgrund von Corona-Regelungen auf wenige Menschen begrenzt und die Einreise des Pfarrers aus Uganda nicht möglich ist, möchte die Gemeinde St. Lukas hiermit auf das wertvolle Projekt aufmerksam machen. Wir bitten Sie daher um Ihre Hilfe, damit auch in diesem Jahr die notwendigen Spendengelder zur Unterstützung der Kinder und Jugendlichen im Projekt gesammelt werden können. Diese Gelder ermöglichen ihnen den Zugang zu der bestmöglichen Ausbildung, mit dem Ziel, ein selbstständiges Leben führen zu können.

Angesiedelt in der katholischen Gemeinde St. Matayo, in der Diözese Hoima nimmt Pfarrer Kisakyamaria Joachim Waisenkinder im Alter von 3 bis 16 Jahren auf. Die Bildung und Versorgung für alle Kinder über 10 Jahre wird vom ugandischen Staat nicht mehr übernommen. Hier setzt sich der Pfarrer dafür ein, dass alle Kinder ihre Ausbildung fortführen können und mit dem Lebensnotwendigen versorgt werden. Die sechsjährige Sekundarschulausbildung befähigt sie im Anschluss zur Aufnahme einer selbständigen Arbeit oder zu einem weiterführenden, dreijährigen Studium. Die öffentlichen, kostenfreien Sekundarschulen bieten leider keine gute Ausbildung, weswegen Pfarrer Kisakyamaria Joachim seine Waisenkinder auf private Sekundarschulen schickt, in denen sie die bestmögliche Bildung erhalten und zudem mit Unterkunft, Verpflegung und Medikamenten versorgt werden. 

Vor der Corona-Pandemie waren für die Unterbringung jedes Kindes in der Sekundarschule 375 Euro pro Jahr nötig. Seit dem 18. März 2020 sind pandemiebedingt allerdings alle Schulen geschlossen, weswegen 27 Kinder aus den Sekundarschulen in die Gemeinde St. Matayo zurückgekehrt sind und von dort aus lernen. Für den Unterricht dieser Kinder und auch aller Grundschulkinder, die die Gemeinde aufgenommen hat, sind 12 Lehrer angestellt, die für 150 Euro pro Monat Unterricht in den verschiedensten Fächern geben. Aufgrund der bis März 2021 geschlossenen Schulen, müssen zu den Lehrergehältern in Höhe von 1800 Euro pro Monat, auch Lebensmittel, Kleidung und Medikamente für die Kinder finanziert werden. Aufgrund der auch vor Ort geschlossenen Kirchen können bisherige Lebensmittelspenden nicht wie üblich fortgesetzt werden. Umso dringender ist das Projekt daher auf Hilfe angewiesen, damit diese herausfordernde Situation gemeistert werden kann. Mit den gesammelten Spenden sollen die Bildung und die grundsätzliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen sichergestellt und ihnen eine zukunftsfähige Perspektive ermöglicht werden. Die Gemeinde St. Lukas und der Pfarrer Kisakyamaria Joachim möchten Sie daher darum bitten, zu helfen. Wenn Sie die Möglichkeit sehen, freuen wir uns sehr über eine Spende an untenstehende Bankverbindung mit dem Verwendungszweck „Uganda“. Alle Gelder werden direkt und in vollem Umfang an das Waisenkinderprojekt weitergeleitet und sind natürlich steuerlich absetzbar.  

Sollten es die zukünftigen Finanzierungpläne erlauben, hat der ugandische Pfarrer den Plan, ein Kinderdorf zu bauen, in dem alle Kinder, die nicht mehr im Kinderheim leben dürfen ein dauerhaftes zu Hause finden können. Das Land hierfür wurde bereits erworben. Pfarrer Kisakyamaria Joachim und seine Gemeinde, alle Kinder und Jugendlichen und natürlich auch die Gemeinde St. Lukas in Reutlingen danken Ihnen bereits jetzt für ihre Zeit und Aufmerksamkeit. Lassen Sie uns gemeinsam zusammenstehen, hier und in Uganda und jedem Kind die Bildung und Zuversicht ermöglichen, die es verdient.