Vergesst das Beste nicht

……so überschrieb, die schon verstorbene Theologin Dorothee Sölle einen Brief, den sie 1990 im Auftrag des Deutschlandfunks an ihre Kinder schrieb –
über das, was ihr im Leben wichtig war.

Organisierte Religion hin, organisierte Religion her-
ich wünsche mir, dass ihr alle ein bisschen fromm werdet. Vergesst das Beste nicht!
Ich meine damit, dass ihr Gott manchmal lobt,
nicht immer- das tun nur Schwätzer und Höflinge Gottes- aber doch manchmal, wenn ihr glücklich seid, so dass das Glück ganz von selbst in die Dankbarkeit fließt.
Eins von euch beiden, hat mal beim Besuch einer scheußlichen Kirche, in die wir euch bei Reisen schleppten, trocken gesagt: “Ist kein Gott drin“.
Genau das soll in eurem Leben nicht sein,
es soll „Gott drin sein“, im Wald, auf der Wiese,
am Meer und in den Wolken, in der Kerze,
im guten Essen, in der Musik und natürlich in der Liebe. Es soll Gott drin sein in eurem Leben.

Wenn Sie sich vorstellen, Sie würden einen solchen Brief schreiben, an ihre Kinder oder Enkel, an die nächste Generation, was würden Sie schreiben?
Was ist Ihnen im Leben so wichtig geworden?

Gute Gedanken wünscht Ihnen
Ulrike Neher-Dietz